Pressemitteilung —
Ab nach draußen! Der Weideaustrieb für Milchkühe hat begonnen
Leverkusen-Bergisch Neukirchen und Düsseldorf, 9. April 2026. Für viele Milchkühe steht in diesen Tagen ein besonderes Ereignis an: Beim Weideaustrieb kommen die Kühe wieder auf die Weide, nachdem sie den Winter im Stall verbracht haben. So auch bei zahlreichen Arla-Landwirten in Nordrhein-Westfalen, die ihre Kühe tagsüber auf die Weide lassen. Anne Wieden ist eine von ihnen. Als Landwirtin und Arla-Genossenschaftsmitglied bewirtschaftet sie gemeinsam mit ihren Eltern einen Hof in Leverkusen-Bergisch Neukirchen am Rande des Bergischen Landes und liefert Weidemilch an die Molkereigenossenschaft Arla Foods. Heute, am 9. April, läutet die 34-jährige Landwirtin den Frühling für ihre Milchkühe ein. An mindestens 120 Tagen im Jahr verbringen sie nun mindestens sechs Stunden pro Tag auf der Weide. Das hat Vorteile für die Tiere – aber auch für die Artenvielfalt und den Betrieb von Anne Wieden.
„Für mich als Landwirtin ist der Weideaustrieb etwas Besonderes. Für uns zählt nicht nur die hohe Qualität der Milch, sondern auch eine artgerechte Tierhaltung. Wenn die Tiere ab dem Frühjahr wieder auf der Weide sind, erlebe ich einen direkten positiven Effekt für die Kühe und damit auch für unseren Betrieb. So schonen die Tiere ihren Bewegungsapparat, weil der weiche Boden gelenkschonend ist – und die Milch schmeckt auch einfach besser“, sagt Anne Wieden zum Auftakt der Weidesaison, die bis Herbst dauert. „Darüber hinaus spielt die Weidehaltung eine wichtige Rolle beim Erhalt von wertvollem Dauergrünland.“ Während der Weidesaison finden die Kühe auf den Wiesen rund um den Hof ausreichend Futter, können aber bei sehr heißen Temperaturen jederzeit zurück in den Stall, wo dank großer Ventilatoren eine kühlere Atmosphäre herrscht.
Weidegang ist eine Tradition in Skandinavien – gut für das Tierwohl
In Deutschland noch eher unbekannt, ist der Weideaustrieb in skandinavischen Ländern im Frühjahr ein traditionelles Fest und zieht mitunter tausende Schaulustige an. Für die Molkereigenossenschaft Arla, deren Wurzeln dort liegen, ist es daher ein besonderer Tag im Kalender. Milchkühe profitieren von der Weidesaison in vielerlei Hinsicht: Durch die größere Bewegungsfreiheit und die bessere Vitaminversorgung im Grünen verbessern sich die Gesundheit und Fruchtbarkeit, außerdem können die Tiere auf der Weide ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Grasen, Liegen und Laufen besonders gut ausleben. Diese Bewegung ist gut für ihr Wohlbefinden, da Gelenke geschont und Klauen richtig belastet werden. Weil die Tiere sich vor allem von Weidegras ernähren, sinken zudem die Futterkosten für die Landwirte.
Förderung der Artenvielfalt und gut für die Bodengesundheit
Aber nicht nur die Kühe profitieren von der Beweidung, sondern auch die Artenvielfalt, wie Anne Wieden erläutert: „Denn durch die Beweidung der Wiesen entstehen Lebensräume für zahlreiche Insekten. Das Fress- und Trittverhalten der Kühe auf der Weide führt zu unterschiedlichen Höhen und Stadien des Graswachstums, was Insekten in verschiedenen Entwicklungsstadien zugutekommt. Zudem bieten beweidete Wiesen ideale Rückzugsmöglichkeiten und Wiesenvögel nutzen das von den Kühen kurz gefressene Gras zur Nahrungssuche.“ Und beim Weiden hinterlassen die Milchkühe – in Form des „Kuhfladens“ – organisches Material. Das ist gut für das Bodenleben und für die Bodengesundheit: Bodenorganismen brauchen organisches Material, um zum Beispiel eine Humusschicht aufzubauen. Und humusreiche Grünlandböden sind ein wichtiger CO2-Speicher. Damit bietet Weidehaltung auch einen ökologischen Mehrwert.
Tierwohl ganzjährig im Fokus – im Stall, auf der Weide, auf dem Hof
Das Wohl der Tiere steht für alle Arla-Landwirtinnen und -Landwirte ganzjährig im Fokus. Anne Wieden hat auf ihrem Hof etwa Kuhbürsten installiert, an denen sich die Tiere reiben können. Für die heißen Sommermonate sorgen Beregnungsanlagen und Ventilatoren für die nötige Abkühlung der Kühe. Darüber hinaus macht Anne Wieden bereits seit der Einführung im Jahr 2020 auf ihrem Hof den jährlichen „FarmAhead-Check“. Dieser von Arla entwickelte Check umfasst Datenpunkte unter anderem zur Fütterung, Tiergesundheit, zum Energieverbrauch, zur Bodenbewirtschaftung oder zum Güllemanagement. Je nach umgesetzten Nachhaltigkeitsmaßnahmen erhalten die Landwirtinnen und Landwirte einen Zuschlag von rund zwei Cent pro Kilogramm Milch auf ihr Milchgeld – und profitieren dadurch davon, wenn sie sich für einen zukunftsfähigen Hof einsetzen.
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Über Arla Foods
Arla Foods ist eine europäische Molkereigenossenschaft mit Hauptsitz im dänischen Viby und gehört den rund 7.620 Arla-Landwirtinnen und -Landwirten aus Deutschland, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. Das Unternehmen mit zirka 22.000 Mitarbeitenden erwirtschaftete 2025 einen globalen Umsatz von 15,1 Mrd. Euro. Arla Produkte werden weltweit unter bekannten Markennamen wie Arla®, Castello®, Lurpak® und Puck® in mehr als 100 Ländern der Erde vertrieben. In Deutschland ist Arla Foods unter anderem mit starken Marken wie Arla Buko®, Arla Skyr® und Arla Kærgården® vertreten. Deutschland gehört zu den Kernmärkten und beschäftigt hierzulande rund 1.660 Mitarbeitende in zwei großen Milchwerken und der Deutschland-Zentrale in Düsseldorf. Rund 1.200 deutsche Landwirtinnen und Landwirte beliefern die Werke mit Milch. Weitere Informationen: www.arlafoods.de